Google+ panpancrafts: panpanstyle: Couponing in Deutschland - Teil 3 - Der Shopping Guide

10/1/14

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panpanstyle: Couponing in Deutschland - Teil 3 - Der Shopping Guide

Heute gehen wir shoppen!

Nein, wir werden keine Modehäuser oder Parfümerien aufsuchen, wir werde auch keine 20 Paar Schuhe anprobieren - Heute geht es darum, die Gewohnheiten beim Lebensmittel- und Drogerieeinkauf so umzustellen, dass man jede Menge Geld sparen kann, ohne auf etwas verzichten zu müssen.
Es geht um den richtigen Einsatz von Coupons, um Sonderangebote, kurze Haltbarkeiten aber auch um das  Ziel, weniger Lebensmittel weg zu schmeißen.

















Doch die wichtigen Details und Vorbereitungen vorweg:

- Reden wir übers Budget


Falls sie überhaupt eines haben, rechnen die meisten Leute, die ich kenne, mit einem wöchentlichen Budget. Sie haben jede Woche eine feste Summe zur Verfügung, mit der sie ihre Einkäufe bestreiten wollen oder müssen.
Auch ich habe das lange Zeit so gehandhabt. Bis ich mich erinnert habe - an meine Großmutter, die am Monatsanfang zur Bank ging und einen Batzen Bargeld abhob (in Zeiten vor der EC Karte) später hatte sie diesen Betrag fest im Blick, wenn sie einkaufen ging. Meine Großmutter nutzte ein MONATLICHES Budget und mittlerweile bin ich auch dahin zurück gekehrt.

Sich ein monatliches Budget zu geben hat mehrere Vorteile:
- man ist flexibler bei besonderen Angeboten, kann z.B. mehr von einem Produkt kaufen wenn es besonders günstig ist, da man es für den Rest des Monats dann im Idealfall nicht mehr kaufen muss
- Man sich seinen selbst festgelegten Betrag über einen längeren Zeitraum frei einteilen kann, man kann also bei Angeboten, von denen man schon 2 -3 Wochen vorher weiß besser planen

Es gibt die unterschiedlichsten Methoden, sein Budget zu verwalten und den Überblick zu behalten. Wer hier noch Inspirationen benötigt, kann im Netzt eine Menge Anregungen finden.

Da ich es bis zum nächsten Geldautomaten ziemlich weit habe, zahle ich alle Einkäufe soweit wie nötig, mit der ec-Karte; die Kassenbons hebe ich auf und trage die Beträge in meinen Einkaufsplaner ein, so behalte ich den Überblick und weiß, wie viel ich im laufenden Monat noch ausgeben kann.

In meinem wöchentlichen Einkaufsplaner gibt es einen 10€ Posten für "sonstige Angebote", mit diesem Geld kaufe ich reduzierte Produkte, von denen ich vorher nicht weiß, ob es überhaupt welche gibt, und wenn ja, was ich bekomme. Dazu später mehr.


Der Jägersche Menüplan -
so simpel, wie nur irgend möglich ;)

- Sinnvoll: ein Speiseplan


Wenn man auf lange Sicht auch bei Lebensmitteln sparen will, drängt sich eine - wie auch immer ausgefeilte- Planung der Menüs auf, die in einem bestimmten Zeitraum gekocht werden sollen.
Es gibt auch hier im Netz die unterschiedlichsten Methoden, von schicken Excel-Dateien, die einem sagen können, wann ein bestimmtes Gericht zuletzt auf den Tisch kam, über ganze fixe Jahrespläne bis hin zur einfachen Wochenliste.

Da wir gern spontan entscheiden, was es geben soll, bin ich noch einen Schritt weiter in Richtung Vereinfachung gegangen: auf unserem Whiteboard in der Küche notiere ich einfach alle Gerichte, die wir mit den vorhandenen Zutaten kochen können, ohne ihnen feste Tage zuzuordnen. Wir entscheiden dann abends gemeinsam, was es geben wird. Dieses Gericht wird dann erst einmal mit roten Kreuzen markiert und, wenn ich vom nächsten Einkauf neue Zutaten mitgebracht habe, weggewischt und durch ein neues Gericht ersetzt.

Wenn es für dich etwas schickeres sein soll, kannst du im Netz mal nach den Begriffen  "mealplanning" oder "Menüplanung" suchen, Ich habe jede Menge toller Ideen gesehen, die an die unterschiedlichsten Vorlieben und Bedürfnisse angepasst sind.


- Was ist ein echtes Angebot?


Das Ziel ist es, bei deinen Einkäufen zwischen 30 und 50%, im Idealfall sogar mehr zu sparen. Nur diese Angebote sollten dich in den Prospekten und beim Schnäppchen jagen im Laden interessieren. Der Trick besteht, wie schon in den anderen Teilen dieser Serie erwähnt, darin, dich, sobald du so ein Angebot aufgespürt hast, soweit mit dem entsprechenden Produkt zu bevorraten, dass du bis zum nächsten gleichwertigen Angebot nichts nach kaufen musst. Das klingt erst einmal kontraproduktiv, doch nach einiger Zeit (bei mir waren es 2 bis 3 Monate) hast du genügend Vorräte, dass das richtige Sparen anfangen kann, d.h. dass du wirklich nur noch verderbliche Produkte frisch kaufen musst und den Rest deines Budgets vollkommen in die Schnäppchenjagd investieren oder für etwas anderes nutzen kannst.

Um dein Budget nicht zu sehr zu quälen oder gar zu überschreiten, solltest du schrittweise vorgehen - in der ersten Woche Kaufst du vielleicht statt einer Packung Nudeln gleich 10, weil sie besonders günstig sind, den Rest deines Einkaufes machst du aber wie bisher gewohnt. In der Woche darauf sind es dann vielleicht 20 Flaschen Saft statt nur 4 und so weiter.
Wenn du ganz auf Nummer Sicher gehen willst, machst du es wie ich am Anfang: wenn ein Artikel extrem günstig ist kaufe so viele davon, dass der Endpreis, den du an der Kasse dafür zahlen musst, genau so groß ist, wie der Preis, den du ohne Angebot für deine Standartmenge dieses Poduktes gezahlt hättest oder minimal drüber.

Ein Beispiel (aus dem Titelbild ;) )


Irische Butter kostet bei uns normalerweise 1,29€, ich fand sie mit kurzem MHD (MindestHaltbarkeitsDatum) für 9 Cent. Eigentlich kaufe ich die "Irische" nicht, weil die "Deutsche" immer noch günstiger ist, momentan  kostet die 85 Cent. Also habe ich ( auch, weil nicht mehr da waren, ich gebs ja zu) 10 Pakete dieser 9 Cent Butter eingepackt - ich war nur 5 Cent über meinem normale Budget für Butter, was ich verschmerzen konnte und hatte dafür die zehnfache Menge. Der Kassenbon wies dann auch aus, dass ich 91% oder 10,20€ gespart hätte; realistisch betrachtet waren es aber "nur" 7,60€, da ich ja vom Preis der billigeren 85 Cent-Butter ausgehen muss.
Und eh die Fragen kommen: man kann Butter hervorragend einfrieren&wieder auftauen.


Aber du siehst, worauf ich hinaus will: für dein vorhandenes Budget willst du so viele Produkte, wie möglich bekommen.



- Die Einkäufe planen


Ich stelle die Planungsphase mal am Beispiel meiner eigenen Planung vor:

Samstags/Sonntags sehe ich die Prospekte der Geschäfte meiner Umgebung durch - sowohl die Papierversionen als auch online. Bei Kaufland stehen z.B. die sogenannten "Exklusiv" Angebote, die meist ganze Kartons umfassen, oft nicht in der Printausgabe, sind aber online zu finden.

Warum mache ich das an diesen Tagen? 1. habe ich dann meist alle Prospekte der kommenden Woche beisammen und 2. kenne ich dann (hoffentlich) alle Termine meiner Familie. Die benötige ich, um die Einkaufszeiten bestimmen zu können.
Im Laufe der vergangenen Woche habe ich mir bereits, meist in meinem Handy in einer Notiz App, eine Liste mit den Artikeln, die wir benötigen, angelegt. Diese Liste ergänze ich jetzt mit den für uns interessanten Angeboten aus den Prospekten. Immer dabei stehen Preis, Standardpreis, benötigte Menge und das Datum, ab dem ein eventuelles Angebot gilt.
Ich suche dann eventuell passende Coupons online und aus meinen Ordnern aus, checke die cash back apps ,fülle meinen Einkaufsplaner entsprechend der Notizen und Coupons/cash backs aus und drucke die Liste, die Coupons wandern in meine Mappe für unterwegs, ebenso, wie die gedruckte Liste und ein Stift.
Nach einer Weile weiß man, welche Coupons man daheim hat, das ist also weit weniger aufwändig als es klingt.

Zuletzt erstelle ich mir meist, da ich vergesslich bin, in meinem Handy Termine, die mich an den einzelnen Tagen daran erinnern, in welches Geschäft ich heute wann wollte.
Dazu folgender Hinweis:


- Die Einkaufszeiten sinnvoll planen


Es macht absolut keinen Sinn, 5 km zum nächsten Edeka zu fahren, um dort beim Einkauf 1,50€ zu sparen - die Benzinkosten würden das so Eingesparte sofort wieder auffressen.
Wenn du aber in direkter Nähe dazu noch weitere Geschäfte abklappern willst oder sowieso in der Gegend bist, lohnt ein Stop dann doch.

Was ich sagen will: plane deine Einkäufe so, dass die Wege möglichst kurz und sinnvoll sind, nur so sparst du am Ende wirklich.
Auf der anderen Seite spart man nicht wirklich viel, wenn man alles ausschließlich in einem Geschäft kauft. Also müssen zwangsläufig mehrere Zeitfenster für die unterschiedlichen Geschäfte im Alltag frei sein oder frei gemacht werden - je nachdem, wieviel Zeit man zur Verfügung hat. Wenn du für deine Einkäufe zwingend das Auto oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen musst, lohnt es sich eventuell auch, diese Kosten in deine Einkaufsplanung mit ein zu beziehen.

Bei mir sieht das ungefähr so aus:
- Lidl, Netto MD, dm und  Kaisers kann ich zu Fuß bequem erreichen, ich kann also jederzeit dort hin und muss nur auf die Angebotstage und unsere Familientermine achten (z.B. Angebotswechsel Montag/Donnerstag,  "Supersamstag"oder Krabbelgruppe und Kleinkindsport ;) )
- REWE, Rossmann, Netto mit Hund, ein 2. Netto MD und ein kleinerer Kaufland sind in der Nähe unserer Kita, also plane ich Einkäufe dort passend zu den Bring - und Abholzeiten der Jungs
- ein großer Kaufland und ein Edeka sind ca. 10 km entfernt, dort fahre ich nur bei Ersparnismöglichkeiten ab 10€ hin, wenn möglich zu den Kitazeiten.
- ein Penny und ein Aldi sind t ca. 5km weit weg, gleich bei einer Tankstelle und auf direktem weg zum nächsten Baumarkt - in unserer DIY Familie eine gute Kombination ;)
- ein weiterer Aldi ist ca. 2 km entfent, auch direkt hinter einer Tankstelle, zusammen mit einem 3. Netto MD, also plane ich die Einkäufe Für Tage, an denen ich tanken muss.

Plane deine Einkaufstouren  also (es werden mit Sicherheit mehrere sein) passend zu deiner Woche.


Doch jetzt lass uns endlich einkaufen...




- Coupons sinnvoll einsetzen


Schön, jetzt hast du einen 2€ Coupon für diese neuartige, tolle Colortion ergattert und willst loslegen. Sie kostet normalerweise 10€, doch du hast bisher für deine Haarfarbe nur maximal 6 € bezahlt (was du anhand der Übung aus dem ersten Teil dieser schnuckeligen Serie weißt ;) )

Wäre das ein gutes Angebot? Nein, egal, um wie viel deine Haarfarbe millionisiert oder brilliert werden würde; nein, denn deine Mission heißt sparen! Und unter den gegebenen Umständen würdest du 2€ mehr ausgeben, als sonst.
Ein "Grünes Schild" bei Rossmann
Bildquelle: http://hukd.mydealz.de/deals/rossmann-preisfehler-
babydream-med-hautpflege-bade%C3%B6l-2in1-125ml-0-88-
statt-4-49-404057
Aber der Trick ist ganz einfach: warte, bis dieses Produkt irgendwo im Angebot ist, ungefähr für den Preis, den du bisher für das andere gezahlt hast, besser natürlich für noch weniger. Und erst dann kauf es mit dem Coupon. Die meisten Coupons sind ca. 1 Monat, viele sogar länger, gültig. In dieser Zeit taucht das Produkt sicher irgendwo im Angebot auf.
Das gilt für alle Käufe mit Coupons: du musst wissen, wie viel die günstigste Alternative oder die, die du sonst genommen hast, kostet, nur ab diesem Preis setzt du deinen Coupon ein.

Sonderfall: Rossmann´s "grüne Schilder"


Die tauchen im Prospekt nicht auf aber es erfordert keine besonderen Kenntnisse, um auch bei diesen Angeboten Coupons einzusetzen, was in den meisten Rossmann Filialen problemlos geht: Da du ja weißt, wann du bei Rossmann einkaufen wirst, pack "einfach" alle Coupons, auf denen Rossmann als teilnehmender Händler geführt wird, am Vorabend in dein Mäppchen - und schon entgeht dir keine dieser Kombinationsmöglichkeiten mehr.

Oh, du siehst einen Haken? Gut aufgepasst! Ja, diese Angebote dürften mit großer Wahrscheinlichkeit NICHT auf deinem Einkaufszettel gestanden haben. Aber erinnerst du dich an den 10€ "sonstige Angebote" Posten in meinem Planer? Genau dafür ist der gedacht, diesen Betrag deines Budgets nutzt du für diese besonderen Schnäppchen! So bleibst du im Limit deines Planes und bist dennoch flexibel. Natürlich steht es dir frei, den Betrag dieses Postens nach Belieben (und Budget) zu variieren.


- Das Kreuz mit den Coupons


Es kommt immer wieder einmal vor, dass ein Markt deine Coupons nicht annehmen will, oder du unsicher bist, ob sie genommen werden. Ganz lässt sich das nicht vermeiden, aber man kann bis zu einem gewissen Maß vorbeugen.


Man kann es offenbar nicht oft genug predigen: wer sich nicht an die Spielregeln hält, darf sich nicht wundern, wenn er auf Probleme stößt - das gilt auch für das Couponing! Erstaunlicher Weise kann man bei der überwiegenden Mehrheit aller Negativ Erlebnisse, die von Couponern z.B. auf facebook berichtet werden, bei genauerer Betrachtung eine, nennen wir es einmal, "Ausgangsschuld" beim Couponer selbst finden, weil z.B. Couopns vesehentlich, manchmal leider auch absichtlich, auf die unterschiedlichsten Arten falsch eingelöst wurden. Dass das Ladenpersonal sich auch nicht immer professionell verhält, ist natürlich eine andere Sache, die auch absolut nicht ok ist.

Hier also, zur Wiederholung nochmal die Sicherheitshinweise:



1. Halte dich EXAKT an das, was auf dem Coupon steht. Das setzt voraus, dass du den Text auf dem Coupon vollständig liest bei Unklarheiten nachfragst, z.B. in Coupning Foren, beim Hersteller/Händler etc.

2. (optional, aber das kann sehr helfen)
Frage, am allerbesten bevor du einkaufst, einen Mitarbeiter oder an der Information des Marktes, ob deine Coupons hier angenommen werden und ob es Beschränkungen gibt, z.B. bei Angeboten, wie viele Coupons in einem Kauf eingelöst werden dürfen oder ob deine ausgedruckten Coupons angenommen werden. Leider handhabt das jedes Geschäft anders. Nur weil ein Rossmann kopierte Coupons nimmt, muss der im Nachbarviertel das nicht zwingend auch tun.

3. Wenn es an der Kasse dennoch schwierig wird: bleib höflich, egal, ob der/die Mitarbeiter (in) es nicht ist, informiere dein Gegenüber, dass du die Coupons an der Information oder von einem Kollegen hast absegnen lassen (natürlich nur, wenn dem auch so war)  und bitte darum, den Coupon von Hand ein zu geben.
Wenn dir das verweigert wird hast du 3 Möglichkeiten, je nachdem, welches Naturell du hast, kannst du:
a) die Filialleitung zur Klärung verlangen,
b) die fraglichen Produkte stornieren und im Geschäft lassen oder
c) klein bei geben und doch den normalen Preis zahlen, was aber ja nicht in deinem Sinne wäre.



- Sparen OHNE Coupons:


Besonders bei Lebens-und Genussmitteln sind Coupons leider noch nicht besonders verbreitet, aber gerade dieser Bereich nimmt im Wocheneinkauf der meisten Leute ja den größten Posten ein. Also muss sich auch und gerade hier sparen lassen - auch ohne Coupons:

Auch hier gilt das Ziel, 30 bis 50% zu sparen, mindestens aber weniger, als den Preis eines Vergleichbaren No-Name Produktes zu sparen. bei Angeboten kann man, wenn man hat, auch gern Coupons einsetzen, wir konzentrieren uns aber vorerst auf die reinen Angebote, da Coupons im Lebensmittelbereich noch recht selten sind.

- Angebote in den Prospekten/Werbung


Vorsicht bei den Preisangaben!
Ein aktuelles Beispiel: Im aktuellen Rossmann Prospekt wird Spee Flüssigwaschmittel als Angebot mit 2,49€ beworben und eine UVP (Unverbindliche Preisempfehlung des Hersteller) von 4,69€ angegeben. Es mag durchaus sein, dass das tatsächlich die Herstellerempfehlung war, allerdings ist in ALLEN Geschäften, die ich normalerweise aufsuche, der Normale Preis für Spee 2,49€ bis 2,89. Also sehe ich 2,49€ als gängigen Normalpreis an. Hier zeigt sich wieder, wie wichtig es ist, in verschiedenen Geschäften Preise zu kennen.

Aber man kann auch etwas Nettes finden:
bei Kaufland gab es in dieser Woche ein tatsächlich gutes Angebot für Kaffee Pads: Jacobs, verschiedene Sorten 10 Packungen im Karton für 14,00€ statt 21,90€ - die durchschnittliche 16er Packung kostet beim Discounter hier 1,69€. Somit musste man nur noch darauf achten, auch ja 16er Packungen des Jacobs Kaffees zu nehmen und schon hatte man 19 Cent pro Packung - also 1,90€ für das Angebot gespart. Und ja, Kleinvieh macht auch Mist ;)

Angebote, die sich eigentlich immer rechnen sind 3 für 2 Angebote oder ähnliche, bei denen man eine bestimmte Anzahl gleicher Artikel kauft und einen oder mehrere davon umsonst bekommt. Netto mit dem Hund hat regelmäßig solche Angebote im Prospekt.

- Massiv reduzierte Artikel aufgrund kurzem/ablaufendem MHD oder beschädigter Verpackung


Vorweg etwas Allgemeines zum Mindesthaltbarkeitsdatum.
Jährlich werden unzählige Tonnen Lebensmittel weggeworfen, nur weil deren MHD kurz vor dem Ablauf steht oder gerade abgelaufen ist. Diese, vom Gesetzgeber, vorgeschriebene Angabe zeigt jedoch nicht, wie oft angenommen wird, das Datum, bis zu dem ein Produkt maximal bedenkenlos verwendet werden kann, ist also kein Verfallsdatum, sondern ist lediglich eine Information, bis wann der Hersteller einen einwandfreien Zustand GARANTIERT.
Die meisten Produkte sind auch nach Ablauf des MHD noch vollkommen bedenkenlos genießbar! Mehr Informationen dazu findest du hier:

Die Verbraucherzentrale zum Thema MHD 

reduzierte Lebensmittel bei Lidl
Positiv sind mir hier besonders Kaufland, größere REWE Filialen und Lidl aufgefallen, denn diese Geschäfte gehen mehr und mehr dazu über derartige Artikel lieber massiv im Preis zu reduzieren, statt sie auf den Müll zu werfen.
Lidl kennzeichnet seine so reduzierten Produkte mit einem roten Aufkleber, meist zeigt der einen 30% Rabatt an. Nicht nur Lebensmittel werden redziert, mittlerweile haben die meisten Lidl Filialen auch einen eigenen Regalbereich, in dem alles Mögliche an übrig gebliebener Angebotsware meist zwischen 30 und 50% Rabatt abverkauft wird.







99%Rabatt für eine ablaufende Milch bei Kaufland
Bei Kaufland muss man beim ersten Mal ein bisschen suchen, denn die Plätze, an denen diese speziellen Angebote aufgestellt sind, variieren in jeder Filiale: Meist findet man aber zumindest ein Fach bei den Wurstwaren, eins beim Fleisch, eins beim Geflügel, eins bei Milcherzeugnissen (wo dann auch die ablaufenden, gekühlten Convenience - Produkte, Salate und Fisch angeboten werden), eines beim Gemüse und eines im Non-Food Bereich, wo man dann alles mögliche von einer leicht krümeligen Packung Kekse bis hin zur Haarfarbe und Katzenstreu finden kann.

Die meisten anderen Geschäfte reduzieren ablaufende Produkte ebenfalls, belassen diese dann aber im normalen regal oder zumindest in der Nähe, also Augen auf!


Bisher konnte ich bei allen Angeboten auch Coupons einsetzen; wobei ich, wenn ich wie hier abgebildet noch 1 Cent für die Milch zahlen muss, auf meinen Coupon verzichten würde ;)

Auch bei diesen Angeboten nutze ich meinen 10€ Puffer im Planer. Wenn ich sehe, dass sich die Vorräte in meinem Tiefkühlschrank dem Ende neigen, erhöhe ich diesen Puffer auch durchaus mal.

Am besten verbraucht man diese Lebensmittel natürlich sofort; aber besonders fleisch, Butter, Gemüse und Ost lassen sich für bestimmte Zeit auch einfrieren.



- Keine Angst vor Sonderposten-Läden!


Regelmäßige Besuche bei Ketten wie Thomas Philipps, Tedi und Zimmermann können durchaus lohnend sein. Grundvoraussetzung ist auch hier wieder: kenne die Standardpreise für ein gleichwertiges No-Name Produkt, damit du ein vermeindliches Schnäppchen prüfen kannst.
Ich kaufe in Sonderpostengeschäften z.B. gern Schreibwaren, Toilettenpapier, Pflanzen, Konserven und Knabberzeug, vor allem aber eines: Wolle...
Die wenigsten Coupons sind in Sonderposten-Läden einsetzbar, was sich anhand der auf dem Coupon abgedruckten Liste der teilnehmenden Händler aber leicht prüfen lässt.


- Foodsharing/Foodsaving  und "Mundraub"


zwei tolle Initiativen, die ich regelmäßig nutze und unterstütze.

- Die Idee beim foodsharing (= Essen teilen) ist, nicht benötigte Lebensmittel zu verschenken, statt sie weg zu werfen.

Einige foodsharer "retten" auch regelmäßig Lebensmittel, die in den Supermärkten, Restaurants oder Hotels weggeworfen werden würden.
Eine Extreme Form wäre das sogenannte "Dumpster Diving", bei dem die Akteure nach Ladenschluss die Mülltonnen der Geschäfte nach noch brauchbaren Lebensmitteln durchsuchen.

Soweit geht mein Spar-und Umweltsinn dann doch nicht, aber ich teile regelmäßig Lebensmittel und auch Drogerieprodukte, die wir nicht mehr benötigen und besorge so auch mindestens einmal in der Woche kostenlos Lebensmittel.

Mehr Informationen dazu findest du hier:

foodsharing.de
lebensmittelretten.de

- Mundraub ist eine bundesweite Initiative, die öffentliche oder anderwärtig legal zugängliche Obstbäume und-sträucher, Kräuter und andere essbare Pflanzen auf einer interaktiven Karte frei und kostenlos veröffentlicht; jeder kann mitmachen und jeder ist aufgerufen, seine "Funde" in die Karte einzutragen. Ziel ist auch hier, diese, meist ungenutzten, Lebensmittel nicht verrotten zu lassen, sondern zu sammeln und zu verarbeiten.

Mehr Informationen zu Mundraub findest du hier:

mundraub.org



So, nun hast du jede Menge eingekauft, getauscht und gesammelt - und nun? wohin damit? du musst ein Plätzchen dafür finden. Dieses Plätzchen ist dein Vorratsschrank, deine Vorratskammer, Speisekammer, keller, oder wie die meisten Couponer zusammenfassend eingeenglischt sagen, dein

- Stockpile


Hier mal nur, um dir eine Vorstellung zu geben, ein paar Bilder meines Stockpiles:

Ich habe im Keller einige Regale, in denen gut sortiert die einzelnen Produkte lagern.

Zusätzlich haben wir einen Tiefkühlschrank, in dem auch jede Menge Schnäppchen lagern.
Die Anschaffung eines Tiefkühlschrankes in zu dir passender Größe lohnt sich in jedem Fall!
Wichtig ist, nicht den Überblick zu verlieren. Hier empfiehlt sich eine Liste, in der du die Menge und das am frühesten ablaufende MHD deiner Vorräte einträgst. z.B.           "5 Dosen Champignons, 12.2016"

In meinem Einkaufsplaner findest du ebenfalls eine solche Stockpile Liste.


Hier kannst du den Einkausfplaner kostenlos herunter laden.
(Voraussetzungen: Excel oder ein Excel kompatibles Programm)











Damit habe ich für´s Erste alles gesagt, was ich zum Thema Einkaufen mit Coupons und Sparen weiß. Für Anregungen bin ich stets dankbar. Über einen Kommentar, ob dir diese Serie geholfen hat und/ oder wie du sie fandest würde ich mich ebenfalls sehr freuen!


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